Newsletter Januar 2017

Liebe Ehrenamtliche,
wie schnell doch immer die Zeit vergeht: Noch vor wenigen Wochen fieberten wir den Weihnachtsfeiertagen entgegen, nun haben wir das alte Jahr bereits verabschiedet und blicken gespannt auf die kommenden zwölf Monate.
Mit dem aktuellen Newsletter begrüße ich Sie herzlich in diesem neuen Jahr, für das ich Ihnen insbesondere im Hinblick auf die jüngsten nationalen und internationalen Ereignisse viel Gesundheit und Kraft wünsche.
Im Folgenden erwarten Sie wie immer interessante Informationen zu den ehrenamtlichen Projekten im Rathaus Friedenau, Angeboten und Veranstaltungen mit Ehrenamtsbezug sowie zu den allgemeinen Entwicklungen der Berliner Flüchtlingsarbeit.

  • Resümee der Dankesfeier für ehrenamtliches Engagement
  • Resümee der Weihnachts-/Neujahrsfeier im Rathaus Friedenau
  • Aktuelle ehrenamtliche Projekte
  • Bevorstehende Veranstaltungen
  • Supervision / entlastende Gesprächsrunden für Ehrenamtliche
  • Freizug der Turnhallen

Resümee der Dankesfeier für ehrenamtliches Engagement
Mit Begeisterung denken wir an die schöne Feier zurück, die wir am Abend des 16.12.2016 zumDank für Ihr ehrenamtliches Engagement in diesem Jahr in der Kantine des Rathauses veranstaltet haben. Das großartige und vielfältige Buffet bot größtenteils diverse kulinarische Köstlichkeiten, die unsere Bewohnerinnen extra zu diesem Anlass kreiert haben. In gemütlicher und vorweihnachtlicher Atmosphäre wurde gemeinsam gespeist, geredet und gelacht, wobei auch insbesondere der Austausch der anwesenden Gäste untereinander und mit den Bewohnern nicht zu kurz kam. Als besondere Überraschung haben unsere kleinen Bewohner im Rahmen der Kinderbetreuung individuelle Tassen gestaltet, die als kleines Dankeschön an die Gäste überreicht wurden. Wir möchten uns noch einmal sowohl bei allen Gästen für ihr Kommen und die bereichernden Gespräche als auch bei Ihnen allen für die wunderbare ehrenamtliche Unterstützung seit der Eröffnung unserer Unterkunft bedanken!

Resümee der Weihnachts-/Neujahrsfeier im Rathaus Friedenau
Das Weihnachtsfest im Rathaus Friedenau haben wir dem orthodoxen Glauben entsprechend am 06.01. mit unseren Bewohnerinnen und Bewohnern gefeiert und gleichzeitig mit einem Neujahrsfest verbunden. Auf diese Weise konnten wir sowohl unseren muslimischen Bewohnerinnen und Bewohnern, für die das Neujahrsfest eine große Bedeutung einnimmt, als auch unseren Bewohnerinnen und Bewohnern christlichen Glaubens die Möglichkeit eröffnen, beide Anlässe gemeinsam feierlich zu begehen. Das Programmhighlight bildete eine Tombola, bei der u.a. Spielzeug und Kosmetikprodukte verlost wurden. Das wohl begehrteste Stück war ein über 40 cm hoher und 1kg schwerer Lindt-Weihnachtsmann, der dem Rathaus in der Weihnachtszeit gespendet wurde. Aktuelle ehrenamtliche Projekte

AG Alltagslotsen
Am 10.01. fand ein erstes Orientierungstreffen mit den ehrenamtlichen Interessenten für das neue Projekt der „Alltagslotsen“ statt. Ziel dieser Gruppe ist v.a. die Unterstützung und Begleitung auf behördlicher und bürokratischer Ebene von Bewohnerinnen und Bewohnern, die in absehbarer Zeit eine eigene Wohnung beziehen. Ende des Monats wird noch einmal ein Treffen veranstaltet, das der spezifischeren Aufgabendefinition dient.

AG Bibliothek
In diesem Monat sollen der Startschuss für das Bilderbuchkino, einem Kooperationsprojekt mit der Bürgerstiftung Berlin, und die Einrichtung des Wort-Labors in der Leseecke der Bibliothek erfolgen. Die technische Ausstattung für das Bilderbuchkino und einige Arbeitsmaterialien für das Wort-Labor konnten aus den Fördermitteln der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales beschafft werden.

AG Deutschkurse
Die AG Deutschkurse startete mit einem Koordinatorenwechsel ins neue Jahr. Wir danken Herrn Stränger für seinen großartigen Einsatz, mit dem er die AG das gesamte vergangene Jahr über begleitet hat!
Mithilfe der Fördergelder konnten zudem ein neues mobiles Flip-Chart und diverse
Schreibmaterialien finanziert werden.

AG Gesundheit
Die AG Gesundheit hat in einem Treffen am 09.01. eine Neuevaluierung des Bedarfs eines
medizinischen Behandlungsangebots im Rathaus vorgenommen und wird nun vorerst an den kommenden sechs Montagen wieder eine Sprechstunde im hausinternen Untersuchungszimmer anbieten. Die Ergebnisse und Erfahrungen sollen bei einem wiederholten Treffen Ende Februar zusammengetragen und ausgewertet werden.

AG Kinderbetreuung
Von den Fördergeldern der Senatsverwaltung hat die AG Kinderbetreuung mehrere
Bodenliegepolster für die Spielbude erworben und mit den Kindern einen Ausflug ins Legoland unternommen.

AG Kulturangebote: Künstlerisches Gestalten
Auch das Nähprojekt der AG Kulturangebote hat einen Teil der Fördergelder erhalten, von dem u.a. ein Bügeleisen und Bügelbrett sowie unterschiedlichstes Nähzubehör gekauft werden konnten.

AG Kulturbegleitung
Die AG Kulturbegleitung hat ihr Budget an Fördermitteln für die Realisierung eines Projekts eingesetzt, bei dem die Ehrenamtlichen eine Portrait-Reihe Bewohnerinnen und Bewohner erstellen wollen, die anschließend in der Unterkunft nach Art einer Ausstellung aufbereitet werden soll. Der erste Ausflug der AG in diesem Jahr führte am 07.01. ins Technikmuseum. Die kommenden Unternehmungen in diesem Monat sind u.a. ein Besuch des Kindermuseums „Mach-mit“ mit Führung durch die Ausstellung „Frech, wild und wunderbar“ sowie ein Kuchenfest im Rathaus am 21.01.

AG Neue Ideen
Zur finanziellen Unterstützung stand der Fahrradwerkstatt ebenfalls ein kleines Budget zur Verfügung, von dem insbesondere Verbrauchsmaterial für die Reparatur der Fahrräder beschafft wurde.

AG Sachspenden
Über die Feiertage haben sowohl die Kleiderausgabe als auch die Spendenannahme in der
Kleiderkammer pausiert. Beides beginnt wieder in der Woche vom 09.-15.01. Der Termin für die erste Spendenannahme in diesem Jahr ist der 14.01. wie gewohnt von 11-13 Uhr. Eine aktuelle Bedarfsliste wird rechtzeitig veröffentlicht.

Weitere Projekte
Seit Ende Dezember findet im Ateliers 22 ein Kunst-Workshop für die Kleinkinder von 0-1 Jahr und ihre Mütter unter der Leitung der Künstlerin, Kunstpädagogin und Mediatorin Bernadette Schwelm statt. Der Workshop wurde ebenfalls aus den Fördermitteln der Senatsverwaltung finanziert und stellt das Pilotprojekt für die perspektivische Anbindung kunstinteressierter Geflüchteter an die bereits bestehenden Kurse für Kinder und Erwachsene im Ateliers 22 dar. Im Rahmen dieses Workshops gestalten die Mütter zusammen mit ihren Kindern sowohl ein individuelles Kunstwerk als auch eine große Gemeinschaftsarbeit, die anschließend im Foyer des Rathauses präsentiert werden soll. Das psychosoziale Beratungsangebot in Form einer Gesprächsrunde für die farsisprachigen Bewohnerinnen setzt sich in diesem Jahr fort. Innerhalb dieser Gesprächsrunde vermitteln eine fachärztliche und eine psychologische Therapeutin mit Erfahrungen im Bereich der Traumatherapie als diesbezügliche Ansprechpartnerinnen auf niedrigschwelliger Basis Methoden zur Emotionsregulierung und Ressourcenaktivierung. Darüber hinaus können bei Bedarf mit den Gruppenmitgliedern interventionelle Einzelgespräche geführt werden.

Am 10.01. fand ein kleiner Holzarbeiten-Workshop statt, bei dem eine Gruppe von Kindern eigene Holzobjekte schnitzte. Die Fertigstellung der Skulpturen wird an einem zweiten Termin erfolgen. Das Ergebnis dieses Pilotprojekts entscheidet darüber, ob das gestalterische Arbeiten mit Holz regelmäßig im Rathaus oder möglicherweise auch außerhalb angeboten wird.

Bevorstehende Veranstaltungen
Get Together – Austauschtreffen für Ehrenamtliche Am 25.01. findet von 17-19 Uhr im Foyer des Familientreffpunkts des Nachbarschafts- und Selbsthilfezentrums in der ufafabrik e.V. (Viktoriastraße 13, 12105 Berlin) ein Austauschtreffen für Ehrenamtliche, das dem Austausch von Erfahrungen dient und Raum für offene Fragen bietet.
Kontakt: willkommen@nusz.de
Weitere Informationen: www.nusz.de

„Berlin sagt danke“
Auch in diesem Jahr bedanken sich die Berliner Parteien mit dem Aktionstag „Berlin sagt danke“ für das große ehrenamtliche Engagement der Bürger in der Flüchtlingshilfe. Viele Institutionen, darunter Museen, Theater, Zoo und Tierpark, laden an diesem Tag zu kostenlosen Besuchen ein. Das Programm wird am 16.01. auf der Website des Aktionstags veröffentlicht:
http://www.berlin.de/berlin-sagt-danke/„Markt der Möglichkeiten“

Im Rahmen des Aktionstags „Berlin sagt danke“ organisiert und koordiniert die Stiftung Gute-Tat einen „Markt der Möglichkeiten“ am 29.01. von voraussichtlich 13-17 Uhr im großen Saal des Roten Rathauses. Das Rote Rathaus ist an diesem Tag allen Interessierten geöffnet, damit sich Bürgerinnen und Bürger umfassend über die Möglichkeiten des ehrenamtlichen Engagements für Geflüchtete in Berlin informieren können.

Supervision / entlastende Gesprächsrunden für Ehrenamtliche 1
Supervisionen bzw. entlastende Gesprächsrunden sind angeleitete Beratungsangebote, die der kritischen Reflexion und Auseinandersetzung mit Ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit dienen mit dem Ziel, Sie in der Ausübung Ihres Ehrenamtes zu bestärken. Aufgrund der unterschiedlichen Herausforderungen und der vielen teilweise tragischen Einzelschicksale, die Ihnen in Ihrem Ehrenamt im Bereich der Flüchtlingshilfe begegnen, möchte ich Ihnen die Teilnahme an derartigen Veranstaltungen dringend ans Herz legen.
Seit Februar 2016 bietet die Dipl.-Psychologin Petra Kammerer kostenlose Supervisionen für
ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an. Die kommende Sitzung am 18.04.2017 widmet sich der Thematik des Umgangs mit den Schicksalen und Erlebnissen der Geflüchteten, in die Sie bei Ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit Einblick erhalten. Bei Interesse melden Sie sich bitte telefonisch an.

Freizug der Turnhallen
Kurz vor Weihnachten wurde mit dem Freizug mehrerer Turnhallen ein weiterer Schritt in Richtung der Einstellung dieser Unterbringungsform für Geflüchtete getan. Dies betraf u.a. die ebenfalls vom SIN e.V. betriebene General-Steinhoff-Kaserne am Kladower Damm in Spandau. Das Netzwerk „Berlin hilft“ berichtete zudem von der Auflösung von mindestens sechs weiteren Turnhallen 2 . Die dort untergebrachten Personen sollen insbesondere auf die Notunterkunft in der Wollenbergerstraße und die Gemeinschaftsunterkunft in der Heerstraße verteilt worden sein.